Living Haus gehört zur Town & Country-Unternehmensgruppe und positioniert sich als moderner Fertighaus-Anbieter mit nachhaltigem Holzbau und klaren Baupaketen. Wer nach Living Haus Erfahrungen sucht, will meist wissen: Wie unterscheidet sich die Marke von der bekannteren Konzernschwester Town & Country, was kostet ein Haus wirklich, und wie fallen Kundenbewertungen aus? Hier bekommst du eine sachliche Einordnung mit allen wichtigen Fakten.
Living Haus im Überblick: Wer steckt dahinter?
Living Haus wurde 2015 gegründet und operiert von einem Fertigungsstandort in Hessen aus. Die Marke ist Teil des Town & Country-Konzerns, tritt am Markt aber eigenständig auf – mit eigenem Portfolio, eigener Preisliste und eigenem Markenauftritt. Aktuell umfasst das Angebot rund 95 Haustypen, produziert werden nach Herstellerangaben mehr als 100 Häuser pro Jahr. Das ist deutlich kleiner als das große Town & Country-Volumen, aber dennoch ein etablierter Player im Fertighaus-Markt.
Für dich als Bauinteressent ist relevant: Da Living Haus und Town & Country zur gleichen Unternehmensgruppe gehören, ähneln sich viele Vertriebs- und Bauabläufe. Wer beide Marken vergleicht, vergleicht also in gewisser Weise Geschwister mit unterschiedlichem Markenauftritt und leicht unterschiedlichem Modellprogramm, nicht zwei komplett unabhängige Wettbewerber.
Bauweise und Materialien
Living Haus baut in klassischer Fertighaus-Holzbauweise. Das Tragwerk besteht aus vorgefertigten Holzelementen, die im Werk unter kontrollierten Bedingungen gefertigt und auf der Baustelle montiert werden – nach Herstellerangaben aus Holz nachhaltiger Forstwirtschaft. Diese Bauweise verkürzt in der Regel die reine Montagezeit gegenüber dem klassischen Massivbau, da Wände und Decken bereits vorgefertigt ankommen.
Im Portfolio finden sich mehrere Baureihen: klassische Einfamilienhäuser der SUNSHINE-Serie sowie Bungalows, Doppelhaushälften, Zwei- und Mehrgenerationenhäuser der SOLUTION-Serie. Einige Modelle sind nach dem Nachhaltigkeitsstandard DGNB-Gold zertifiziert, was auf einen überdurchschnittlichen Blick auf Energieeffizienz und Materialökologie hindeutet – ein Punkt, den nicht jeder Wettbewerber in dieser Form anbietet.
So läuft der Bauprozess bei Living Haus ab
Der typische Ablauf beginnt mit einer Beratung, in der du aus den rund 95 Haustypen ein passendes Modell auswählst und im vorgegebenen Rahmen an deine Bedürfnisse anpasst. Nach Grundstücksklärung, Finanzierungsplanung und Baugenehmigung folgt die Werksfertigung der Holzelemente – ein Vorteil der Fertigbauweise, da wetterunabhängig produziert wird. Auf der Baustelle selbst geht die Montage von Wänden, Decken und Dach dadurch vergleichsweise schnell, bevor Haustechnik und Innenausbau folgen. Wer die dreitägige DIY-Coaching-Option nutzt, übernimmt Teile des Innenausbaus – etwa Boden- oder Wandarbeiten – selbst und spart dadurch einen Teil der Handwerkerkosten. Wichtig zu wissen: Eigenleistung verlängert in der Praxis oft die Bauzeit, da du diese Arbeiten neben Job und Alltag einplanen musst.
Preise: Was kostet ein Haus von Living Haus?
Living Haus bewegt sich preislich im mittleren bis gehobenen Segment des Fertighausmarkts. Die folgende Tabelle zeigt beispielhafte Einstiegspreise verschiedener Haustypen, wie sie aktuell auf Vergleichsportalen und beim Hersteller genannt werden.
| Haustyp | Wohnfläche | ca.-Preis schlüsselfertig |
|---|---|---|
| Solution 82 V2 (Bungalow, Einstieg) | ca. 82 m² | ab ca. 325.900 € |
| Sunshine-Familienhaus (Mittelklasse) | ca. 130–150 m² | ca. 360.000–420.000 € |
| Solution Mehrgenerationenhaus | ca. 180–200 m² | ca. 420.000–470.000 € |
| Solution 242 V7 (Zweifamilienhaus) | ca. 240 m² + | ab ca. 697.000 € |
Kosten-FAQ: Preisgarantie, Nebenkosten, Förderung
Living Haus wirbt mit einer 18 Monate gültigen Festpreisgarantie – etwas länger als bei vielen Wettbewerbern. Auch hier gilt: Die Garantie bezieht sich auf den vertraglich fixierten Leistungsumfang, nicht auf spätere Sonderwünsche. Zu den genannten Hauspreisen kommen wie bei jedem Anbieter Grundstück, Erschließung und Baunebenkosten hinzu, üblicherweise 15–20 % zusätzlich zum Hauspreis. Durch die DGNB-Gold-Zertifizierung einzelner Modelle lohnt sich ein genauer Blick auf mögliche KfW-Förderungen für energieeffizientes Bauen – welche Programme und Konditionen aktuell gelten, prüfst du am besten direkt bei der KfW oder mit einem unabhängigen Energieberater, da sich diese Förderlandschaft immer wieder ändert.
Erfahrungsberichte: Was sagen Bauherren?
Living Haus liegt auf Vergleichsportalen bei rund 4,1 von 5 Sternen aus etwa 227 Bewertungen – ein solider Mittelwert, ähnlich wie bei vielen großen Systemanbietern. Positiv genannt werden häufig die im Grundpreis enthaltenen Küchen- und Hauspakete sowie ein dreitägiges DIY-Coaching, das Bauherren beim Innenausbau in Eigenleistung unterstützt – ein Detail, das bei anderen Herstellern selten in dieser Form vorkommt. Kritisch angemerkt wird gelegentlich die Kommunikation bei Terminverschiebungen sowie der Umgang mit Sonderwünschen außerhalb des Standardkatalogs.
Eine verbreitete Fehlannahme betrifft die Markenbeziehung zu Town & Country: Viele Interessenten gehen davon aus, ein Living Haus sei technisch identisch mit einem Town & Country-Haus, nur unter anderem Namen. Tatsächlich unterscheiden sich Modellprogramm, Bauweise-Details und Preisliste zwischen beiden Marken – ein direkter Vergleich beider Angebote für dasselbe Raumprogramm lohnt sich also, bevor du dich für eine der beiden Marken entscheidest.
Living Haus im Vergleich zu anderen Fertighaus-Anbietern
Vergleich mit Danhaus: Danhaus kombiniert Holz-Fertigbau mit massiver Steinfassade in seiner „Klima-Hybrid-Bauweise", während Living Haus auf klassischen, durchgängigen Holzfertigbau setzt. Wer eine massive Fassadenoptik von außen bevorzugt, sollte beide Konzepte direkt gegenüberstellen.
Vergleich mit Heinz von Heiden: Heinz von Heiden baut ausschließlich massiv in Stein, Living Haus komplett in Holzfertigbauweise. Die Bauzeit fällt bei Living Haus durch die Vorfertigung tendenziell kürzer aus, während Massivbau häufig mit Vorteilen bei Schallschutz und Speichermasse punktet.
Vergleich mit Town & Country Haus: Als Konzernschwester lohnt der direkte Vergleich besonders: Prüfe für dein gewünschtes Raumprogramm die Preislisten und Baubeschreibungen beider Marken, da sich Ausstattungsdetails und Modellbezeichnungen trotz gemeinsamer Konzernstruktur unterscheiden können.
Einen breiteren Überblick über Fertighaus-Konzepte findest du außerdem in unserem Ratgeber zu den verschiedenen Hausarten sowie in der Übersicht zu Fertighaus-Anbietern insgesamt.
Nachhaltigkeit als Verkaufsargument: Was steckt dahinter?
Living Haus wirbt aktiv mit Nachhaltigkeitszertifikaten wie DGNB-Gold sowie Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft. Für dich bedeutet das in der Praxis: bessere Ausgangswerte bei Energieeffizienz-Berechnungen, was sich positiv auf KfW-Förderfähigkeit auswirken kann, sowie tendenziell schnellere Bauzeiten durch Vorfertigung – reine Werbeversprechen sind Nachhaltigkeitszertifikate hingegen nicht, da sie unabhängig geprüft und vergeben werden. Trotzdem gilt: Lass dir für dein konkretes Wunschhaus die tatsächliche Energieeffizienzklasse und den U-Wert der Außenwände schriftlich bestätigen, statt dich allein auf Marketingaussagen zu verlassen.
Ein weiterer Pluspunkt der Holzbauweise ist die Ökobilanz: Holz bindet CO2 über die gesamte Nutzungsdauer des Gebäudes, während bei der Herstellung von Kalksandstein oder Beton für den Massivbau mehr Energie und Emissionen anfallen. Für Bauherren, denen der ökologische Fußabdruck ihres Hauses wichtig ist, kann das ein relevantes Zusatzargument neben Preis und Bauzeit sein – auch wenn am Ende die individuelle Gesamtbilanz von vielen weiteren Faktoren wie Heiztechnik und Baustoffen im Innenausbau abhängt.
Musterhäuser und Beratung: Worauf du achten solltest
Bevor du dich für Living Haus entscheidest, lohnt ein persönlicher Besichtigungstermin in einem Musterhaus – Fotos und Grundrisse im Katalog vermitteln nur einen Teil des tatsächlichen Raumgefühls. Nutze den Termin gezielt, um nachzufragen, welche Wandaufbauten, Fenstertypen und Dämmstandards im Grundpreis enthalten sind und welche Positionen als Sonderausstattung separat berechnet werden. Da Living Haus und Town & Country als Konzernschwestern teils ähnliche Vertriebsstrukturen nutzen, kann es sich lohnen, beide Beratungstermine zeitnah hintereinander wahrzunehmen, um Aussagen und Kalkulationen direkt vergleichen zu können, solange die Details noch frisch im Gedächtnis sind.
Für wen eignet sich Living Haus?
Living Haus passt gut zu Bauherren, die Wert auf Nachhaltigkeit, ein modernes Markenerscheinungsbild und die Möglichkeit zur Eigenleistung beim Innenausbau legen. Wer lieber massiv baut oder maximale Erfahrung mit sehr langer Firmenhistorie sucht, ist bei traditionellen Massivhausanbietern besser aufgehoben. Da Living Haus zur Town & Country-Gruppe gehört, lohnt sich vor der Entscheidung in jedem Fall ein Parallelvergleich mit der Konzernschwester für dasselbe Bauvorhaben.
FAQ zu Living Haus
Ist Living Haus dasselbe Unternehmen wie Town & Country?
Living Haus gehört zur Town & Country-Unternehmensgruppe, tritt aber als eigenständige Marke mit eigenem Modellprogramm und eigener Preisliste auf.
Wie lange dauert der Bau eines Living Haus?
Durch die Fertigbauweise mit vorgefertigten Holzelementen liegt die reine Montagezeit oft bei wenigen Tagen bis Wochen; die Gesamtbauzeit inklusive Planung, Genehmigung und Innenausbau liegt meist bei rund 6 bis 12 Monaten.
Was bedeutet die DGNB-Gold-Zertifizierung konkret?
Sie bescheinigt bestimmten Haustypen überdurchschnittliche Nachhaltigkeits- und Energieeffizienzwerte nach einem unabhängigen Prüfverfahren – ein Pluspunkt, der sich auch positiv auf Förderfähigkeit auswirken kann.
Kann ich beim Innenausbau selbst mit anpacken?
Ja, Living Haus bietet ein dreitägiges DIY-Coaching an, das dich beim Innenausbau in Eigenleistung anleitet und so Kosten sparen kann.
Welche Förderungen sind beim Bau eines Living Haus möglich?
Das hängt vom gewählten Effizienzhausstandard ab. Prüfe aktuelle KfW- und BAFA-Programme individuell für dein Bauvorhaben, da sich Fördersätze und Bedingungen regelmäßig ändern.
Wie unterscheidet sich Living Haus von klassischen Massivhaus-Anbietern?
Living Haus baut durchgängig in Holzfertigbauweise, während Massivhaus-Anbieter wie Heinz von Heiden Stein auf Stein mauern. Beide Bauweisen erfüllen aktuelle energetische Standards, unterscheiden sich aber bei Bauzeit, Schallschutz und gefühlter Speichermasse der Wände.
Sind die im Grundpreis enthaltenen Küchen- und Hauspakete hochwertig?
Der Ausstattungsstandard entspricht in der Regel solider Serienware; wer höherwertige Marken oder individuelle Sonderlösungen möchte, kalkuliert dafür einen Aufpreis gegenüber dem Grundpaket ein.
Wie viele Musterhäuser von Living Haus gibt es zum Besichtigen?
Als Teil der Town & Country-Gruppe kannst du Living Haus-Modelle in ausgewählten Musterhausparks besichtigen; welche Standorte aktuell verfügbar sind, erfährst du am besten direkt beim Hersteller vor deiner Beratung.
Lohnt sich Living Haus gegenüber einem regionalen Zimmerer-Betrieb?
Das hängt von deinen Prioritäten ab: Ein Systemanbieter wie Living Haus bietet standardisierte Prozesse, Festpreisgarantie und eingespielte Abläufe, während ein lokaler Zimmerer oft mehr individuelle Flexibilität bei Sonderwünschen bietet. Ein Vergleich beider Wege lohnt sich, wenn dir Individualität wichtiger ist als Prozesssicherheit.
Unser Fazit: Living Haus überzeugt vor allem dort, wo dir Nachhaltigkeit, ein modernes Markenbild und die Möglichkeit zur Eigenleistung wichtig sind. Vergleiche die Preisliste in jedem Fall mit der Konzernschwester Town & Country für dasselbe Raumprogramm, bevor du dich endgültig entscheidest, und lass dir alle Ausstattungsdetails schriftlich bestätigen.