Dichtschlämme: Arten, Anwendung, Kosten & Tipps 2026

Feuchter Keller oder undichte Terrasse? Dichtschlämme sind die günstigste Lösung. Alles über Typen, Kosten, Anwendung und die besten Produkte 2026.

Last updated on Mai 24, 2026

Veröffentlicht am Mai 24, 2026

Dichtschlämme – auch Dichtungsschlämme genannt – sind mineralische oder kunststoffvergütete Abdichtungsmittel auf Zementbasis, die als Schutzschicht gegen eindringende Feuchtigkeit auf Beton, Mauerwerk und Putz aufgetragen werden. Sie dichten Keller, Fundamente, Terrassen und Badezimmer zuverlässig gegen drückendes und nicht drückendes Wasser ab.

Ob feuchter Keller, nasse Außenwand oder undichte Dusche: Dichtschlämme sind eine der am häufigsten eingesetzten Abdichtungslösungen im Baubereich – kostengünstig, einfach zu verarbeiten und dauerhaft wirksam. In diesem Ratgeber erfahren Sie alles über Typen, Anwendung, Kosten und häufige Fehler.

Was sind Dichtschlämme? – Einfach erklärt

Dichtschlämme bestehen aus Zement, Füllstoffen und speziellen Additiven (z. B. Kunststoffharzen), die nach dem Anmischen mit Wasser eine dichte, kapillarbremsende Schicht bilden. Sie werden mit Pinsel, Rolle oder Spachtel auf den Untergrund aufgetragen und härten durch Hydratation aus.

Die wichtigste Eigenschaft: Dichtschlämme verbinden sich mechanisch mit dem mineralischen Untergrund – anders als Folien oder Bitumenbahnen, die nur aufgeklebt werden. Das macht sie besonders dauerhaft und rissüberbrückend (bei flexiblen Varianten).

1K vs. 2K Dichtschlämme: Was ist der Unterschied?

Der entscheidende Unterschied liegt im Aufbau – einkomponentig (1K) oder zweikomponentig (2K):

Merkmal1K Dichtschlämme2K Dichtschlämme (flexibel)
KomponentenNur Pulver + WasserPulver + flüssige Kunststoffdispersion
FlexibilitätStarr / mineralischFlexibel / rissüberbrückend
RissüberbrückungBis 0,2 mmBis 0,5–2 mm
AnwendungKeller, Fundamente, SchächteTerrassen, Balkone, Schwimmbäder, Durchdringungen
Preis (ca.)8–15 €/kg12–25 €/kg
VerarbeitungEinfachEtwas aufwendiger (2 Komponenten mischen)
BeständigkeitDrückendes WasserDrückendes + nicht-drückendes Wasser, Bewegung

Faustregel: 1K-Dichtschlämme reichen für starre, flächige Untergründe (Kellerwände, Fundamente). 2K-Dichtschlämme sind nötig, wenn der Untergrund Bewegungen, Temperaturschwankungen oder breitere Risse hat – z. B. auf Balkonen oder rund um Rohrdurchführungen.

Dichtschlämme flexibel: Wann brauche ich sie?

Flexible 2K-Dichtschlämme sind die richtige Wahl, wenn:

  • Der Untergrund Bewegungen oder Setzungen ausgesetzt ist
  • Temperaturwechsel groß sind (Terrasse, Balkon, Außenbereich)
  • Risse über 0,2 mm überbrückt werden müssen
  • Anschlüsse an Rohre, Einbauteile oder Fugen abzudichten sind
  • Schwimmbäder, Teiche oder permanent benetzte Flächen abgedichtet werden

Achten Sie auf die Zertifizierung nach DIN EN 14891 (hydraulisch abbindende Abdichtungen). Bekannte Produkte: MEM Dicht-Schlämme Flex, Remmers Multi-Tight 2K, Schömburg AQUAFIN-2K/M.

Anwendungsbereiche: Wo werden Dichtschlämme eingesetzt?

Dichtschlämme sind vielseitig einsetzbar – von der Kellerwand bis zum Schwimmbad:

  • Kellerwände und Fundamente (innen und außen) – Schutz gegen aufsteigende Feuchtigkeit und drückendes Grundwasser
  • Trinkwasserbehälter und Zisternen – trinkwassergeprüfte Varianten erhältlich
  • Balkone und Terrassen – Schutz gegen Niederschlagswasser, flexibel bei Temperaturschwankungen
  • Bäder und Duschen – Abdichtung unter Fliesen (Verbundabdichtung)
  • Schwimmbäder und Gartenteiche – permanent Wasserkontakt
  • Tiefgaragenwände und -böden
  • Stützmauern und Schächte

Dichtschlämme auftragen: Schritt-für-Schritt-Anleitung

Die korrekte Verarbeitung ist entscheidend für die Langzeitwirkung. So gehen Sie vor:

Schritt 1: Untergrund vorbereiten

Der Untergrund muss tragfähig, sauber, feucht und rissfrei sein. Entfernen Sie Schmutz, Öl, losen Putz und alte Anstriche vollständig. Risse bis 0,5 mm müssen vor dem Auftrag mit einem Rissmörtel oder Injektionsharz geschlossen werden. Saugende Untergründe (Porenbeton, Ziegelmauerwerk) vorher gut anfeuchten – aber kein stehendes Wasser!

Schritt 2: Dichtschlämme anmischen

Bei 1K-Schlämmen: Pulver langsam in das Anmachwasser einstreuen und ca. 3–5 Minuten mit einem Rührquirl bei niedriger Drehzahl mischen. Konsistenz: streichfähig wie Joghurt. Bei 2K-Schlämmen: Flüssigkomponente vorlegen, Pulver einmischen – Mengenverhältnis laut Herstellerangaben exakt einhalten!

Wichtig: Keine Restmengen der Vorcharge zugeben. Angemischte Schlämme haben eine Verarbeitungszeit von typisch 30–60 Minuten.

Schritt 3: Erste Lage auftragen

Tragen Sie die erste Lage mit einem Flächenpinsel (Quast), einer Bürste oder Rolle gleichmäßig in einer Schichtdicke von ca. 1–2 mm auf. Auf Ecken, Anschlüsse und Rohrdurchführungen besonders sorgfältig achten – hier am besten ein Dichtband einlegen.

Schritt 4: Trocknen und zweite Lage auftragen

Die erste Lage muss matt getrocknet (aber noch nicht vollständig ausgehärtet) sein, bevor die zweite Lage aufgetragen wird. Bei normaler Raumtemperatur dauert das 4–8 Stunden. Zweite Lage im Kreuzanstrich zur ersten Lage auftragen. Mindest-Trockenschichtdicke: meist 2–3 mm (laut DIN-Norm).

Schritt 5: Nachbehandlung

Dichtschlämme dürfen während der Aushärtephase (mind. 3–7 Tage) nicht austrocknen. Bei Sonneneinstrahlung oder Wind feucht halten oder abdecken. Erst nach vollständiger Aushärtung (ca. 7–28 Tage) kann Wasser angestaut oder Fliesen verklebt werden.

Dichtschlämme Keller: Innen oder außen abdichten?

Dies ist eine der häufigsten Fragen beim Thema Kellersanierung. Hier der direkte Vergleich:

KriteriumAbdichtung von innenAbdichtung von außen
AufwandGering – kein Erdaushub nötigHoch – Außenwand freilegen
Kosten500–3.000 € (DIY möglich)5.000–20.000 € (Profi)
WirksamkeitGut bei nicht-drückendem WasserSehr gut, auch bei drückendem Wasser
Dauerhaftigkeit10–20 Jahre25–50 Jahre
WohnraumverlustGering (wenige cm)Keiner
EmpfehlungLeichte Feuchtigkeitsschäden, knappes BudgetStarke Durchfeuchtung, Neubau, Sanierung

Wichtig: Die Abdichtung von innen mit Dichtschlämmen ist eine Notsicherung, keine vollwertige Abdichtung nach DIN 18533. Bei dauerhaft drückendem Wasser (Grundwasser) ist die Außenabdichtung oder ein Injektionsverfahren die bessere Lösung.

Dichtschlämme innen: Was ist zu beachten?

Bei der Kellerabdichtung von innen mit Dichtschlämmen gelten besondere Regeln:

  • Haftung sicherstellen: Losen Putz und alte Beschichtungen vollständig entfernen. Der Untergrund muss bis auf den Beton oder das Mauerwerk freigelegt sein.
  • Horizontalsperre prüfen: Ist keine horizontale Abdichtung vorhanden, kann Wasser durch Kapillarwirkung aufsteigen – Dichtschlämme allein lösen das Problem nicht dauerhaft.
  • Mindestschichtdicke: Bei drückendem Wasser mindestens 3–4 mm (mehrere Lagen). Flexibler Anschluss am Boden-Wand-Übergang mit Hohlkehlmörtel.
  • Kellerluft nach Abdichtung: Durch die Abdichtung kann Feuchtigkeit nicht mehr durch die Wand diffundieren – ausreichend Lüften oder technische Entfeuchtung vorsehen.

Dichtschlämme außen auftragen: Tipps

Bei der Außenabdichtung wird die Dichtschlämme direkt auf die freigelegte Fundament- oder Kellerwand aufgetragen:

  • Untergrund bis 30 cm unter die Geländeoberkante freilegen
  • Bitumige Altbeschichtungen mechanisch entfernen oder überarbeiten (Haftvermittler nötig)
  • Anschlussdetails (Kellersohle, Fenster, Leitungsdurchführungen) sorgfältig mit Dichtband und Hohlkehlmörtel ausbilden
  • Nach Aushärtung mit einer Schutzschicht (Noppenbahn, Schutzvlies) vor mechanischer Beschädigung beim Verfüllen schützen
  • Drainagesystem auf ausreichende Kapazität prüfen

Dichtschlämme Kosten: Was kostet die Abdichtung?

Die Kosten hängen von Fläche, Produkt, Schichtdicke und Arbeitsaufwand ab. Hier eine realistische Übersicht:

PostenDIY (Eigenleistung)Fachbetrieb
Material (1K), 10 m²ca. 60–120 €ca. 80–150 €
Material (2K flexibel), 10 m²ca. 120–200 €ca. 150–250 €
Untergrundvorbereitung0 € (Eigenleistung)200–500 €
Arbeitszeit, 10 m²1–2 Tage300–600 €
Gesamt Kellerabdichtung innen (20 m²)200–400 €1.000–3.000 €
Außenabdichtung inkl. ErdaushubKaum DIY möglich5.000–20.000 €

Materialverbrauch: Je nach Produkt und Schichtdicke werden 1,5–4 kg pro m² pro Lage benötigt. Typisch: 2 Lagen à 2 kg = 4 kg/m². Eine 25-kg-Gebinde reicht also für ca. 6 m² (2 Lagen).

Produktpreise im Überblick:

  • MEM Dicht-Schlämme (25 kg): ca. 50–70 €
  • Remmers Dichtschlämme (25 kg): ca. 55–75 €
  • Schömburg AQUAFIN-1K (25 kg): ca. 45–65 €
  • Weber.tec 933 (25 kg): ca. 40–60 €
  • 2K-Flexschlämme (30 kg Set): ca. 80–130 €

Häufige Fehler bei der Verarbeitung

Dichtschlämme sind einfach zu verarbeiten – wenn man die wichtigsten Regeln kennt. Diese Fehler passieren am häufigsten:

  • Untergrund nicht sauber vorbereitet: Öl, Trennmittel oder lose Schichten verhindern die Haftung. Ergebnis: Dichtschlämme blättert ab.
  • Zu schnell aufgetragen: Erste Lage nicht ausreichend angetrocknet → Zweite Lage löst die erste auf. Zwischen den Lagen immer warten!
  • Zu dünn aufgetragen: Schichtdicke unter 2 mm ist nicht wirksam. Lieber 3 Lagen dünn als 1 Lage dick.
  • In praller Sonne oder Frost verarbeitet: Dichtschlämme härten bei unter +5 °C nicht richtig aus. Über +30 °C trocknen sie zu schnell und reißen.
  • Risse nicht vorbehandelt: Aktive Risse müssen vor dem Auftrag abgedichtet werden – z. B. mit schnell abbindendem Quellzement.
  • Hohlkehle vergessen: Am Boden-Wand-Übergang bildet sich die größte Schwachstelle. Immer Hohlkehle aus Dichtmörtel ausbilden!

Dichtschlämme oder Bitumenanstrich – was ist besser?

Beide Methoden dichten ab – aber für unterschiedliche Anforderungen:

  • Dichtschlämme sind mineralisch, dampfdurchlässig (wenn nicht beschichtet), hoch belastbar und auf mineralischen Untergründen sehr gut haftend. Ideal für Keller, Fundamente, Bäder.
  • Bitumenanstriche (Dickbeschichtung) sind elastischer, günstiger und einfacher aufzutragen. Werden bevorzugt für Außenfundamente und -kellerwände eingesetzt, sind aber nicht trinkwassergeeignet und weniger druckwasserbeständig.

Für die Innenabdichtung von Kellern und für trinkwasserseitige Anwendungen sind Dichtschlämme die klar bessere Wahl. Für die schnelle Außenabdichtung von Fundamenten kann ein Bitumenanstrich ausreichend sein – wenn kein drückendes Grundwasser vorhanden ist.

Für eine umfassende Kellerabdichtung und Energieeinsparung lohnt sich auch ein Blick auf Dämmung mit Styrodur – oft wird außen abgedichtet und gleichzeitig gedämmt.

FAQ: Häufige Fragen zu Dichtschlämmen

Wie viele Schichten Dichtschlämme sind nötig?

Mindestens 2 Lagen, besser 3 Lagen. Die Gesamttrockenschichtdicke sollte laut DIN-Norm bei drückendem Wasser mindestens 3 mm, bei nicht drückendem Wasser mindestens 2 mm betragen. Jede Lage im Kreuzanstrich zur vorherigen auftragen.

Wie lange hält eine Dichtschlämme?

Bei korrekter Verarbeitung und geeignetem Untergrund halten mineralische Dichtschlämmen 20–40 Jahre. Flexible 2K-Schlämmen auf Balkonen und Terrassen haben je nach Beanspruchung eine Lebensdauer von 15–25 Jahren.

Kann ich Dichtschlämme selbst auftragen?

Ja – die Verarbeitung ist auch für Heimwerker gut machbar, wenn Untergrundvorbereitung und Schichtdicken korrekt eingehalten werden. Für komplexe Anschlüsse (Rohre, Fugen, drückendes Wasser) empfiehlt sich ein Fachbetrieb.

Kann man Fliesen direkt auf Dichtschlämme kleben?

Ja, aber erst nach vollständiger Aushärtung (mind. 7–28 Tage je nach Produkt). Dann mit einem geeigneten Fliesenkleber (C2S1 oder C2S2) verkleben. Bei 2K-Schlämmen immer die Herstellerfreigabe für das gewählte Klebsystem prüfen.

Wie lange dauert das Auftragen einer Dichtschlämme?

Für 20 m² Kellerwand (2 Lagen inkl. Vorbereitung) rechnen Profis mit 1–2 Arbeitstagen. Als Heimwerker sollten Sie 2–3 Tage einplanen (Trockenpausen berücksichtigen).

Welche Dichtschlämme ist die beste?

Für Keller und Fundamente (starr): MEM Dicht-Schlämme oder Remmers Dichtschlämme sind bewährte Marken. Für flexible Anwendungen: Schömburg AQUAFIN-2K/M oder Remmers Multi-Tight 2K. Achten Sie auf das WU-Beton-Prüfzeugnis und die DIN EN 14891-Zertifizierung.

Fazit: Wann lohnt sich eine Dichtschlämme?

Dichtschlämme sind die erste Wahl, wenn:

  • Ein feuchter Keller kostengünstig von innen abgedichtet werden soll
  • Fundamente, Terrassen oder Bäder langfristig wasserdicht gemacht werden müssen
  • Eine trinkwassertaugliche Abdichtung (Zisterne, Brunnenschacht) gefragt ist
  • Eine dauerhafte, mineralisch gebundene Lösung gewünscht wird

Für einfache Anwendungen reicht eine 1K-Schlämme aus dem Baumarkt. Für anspruchsvollere Einsätze – Balkone, Schwimmbäder, stark gerissene Untergründe – lohnt sich der Griff zur flexiblen 2K-Variante.

Planen Sie gerade einen Neubau oder eine umfassende Sanierung? Dann sollten Sie die Kellerabdichtung von Anfang an in Ihr Baubudget einkalkulieren – sie ist günstiger als eine spätere Sanierung.

Die besten Dichtschlämme-Produkte im Vergleich 2026

Der Markt bietet viele Produkte – hier die bewährtesten im direkten Vergleich:

ProduktTypAnwendungPreis ca.Besonderheit
MEM Dicht-Schlämme1K mineralischKeller, Fundamente, innen/außen50–65 €/25 kgMarktführer, weit verbreitet
MEM Dicht-Schlämme Flex2K flexibelBalkone, Terrassen, Durchdringungen90–120 €/SetSehr hohe Rissüberbrückung
Remmers Dichtschlämme1K mineralischKeller, WU-Beton, Schächte55–75 €/25 kgBewährt im Profibereich
Remmers Multi-Tight 2K2K flexibelSchwimmbäder, Balkone100–140 €/SetDIN EN 14891 zertifiziert
Schömburg AQUAFIN-1K1K mineralischTrinkwasserbehälter, Keller45–65 €/25 kgTrinkwassergeprüft (KTW)
Schömburg AQUAFIN-2K/M2K flexibelSchwimmbäder, Badezimmer95–130 €/SetSehr gute Haftung auf glattem Beton
Weber.tec 9331K mineralischKeller, Fundamente40–55 €/25 kgGünstig, gutes Preis-Leistungs-Verhältnis

Dichtschlämme außen: So funktioniert die Außenabdichtung

Die Außenabdichtung mit Dichtschlämmen gilt als die dauerhaftere Lösung gegenüber der Innenabdichtung – schließlich wird das Wasser schon am Eindringen gehindert, bevor es die Wand durchdringt. Typischer Ablauf einer Außenabdichtung:

  • Erdaushub: Die Kellerwand wird bis zur Fundament-Unterkante freigelegt – meist 2–3 m Tiefe. Kostenpunkt allein für den Bagger: 1.000–4.000 €.
  • Reinigung und Untergrundvorbereitung: Alte Beschichtungen (häufig Bitumen), Ausblühungen und Schäden beseitigen.
  • Dichtschlämme auftragen: 2–3 Lagen mineralische oder flexible Schlämme, besonders sorgfältig an Sockelbereich und Kellerfenstern.
  • Anschlüsse und Durchdringungen: Keller-Fensterrahmen, Rohreintritt und Fundament-Übergang mit Dichtband und Hohlkehlmörtel sichern.
  • Schutzschicht: Noppenbahn oder Schutzvlies schützt die Dichtschlämme vor mechanischer Beschädigung beim Verfüllen.
  • Drainage: Funktionierende Ringdrainage anlegen oder prüfen, damit Stauwasser abgeführt wird.

Wichtig: Bevor Sie Ihren Keller abdichten lassen, prüfen Sie die Ursache der Feuchtigkeit. Manchmal ist eine undichte Regenrinne oder fehlende Geländeneigung zum Haus die eigentliche Ursache – viel günstiger zu beheben als eine vollständige Außenabdichtung. Mehr zur richtigen Planung von Dachentwässerung bei Dachausbauten lesen Sie in unserem Dachgauben-Ratgeber.

Dichtschlämme selbst oder vom Fachmann?

Die Entscheidung hängt vom Umfang und dem Schwierigkeitsgrad ab:

  • DIY geeignet: Innenabdichtung Keller (einfache Wandflächen), Badezimmer-Verbundabdichtung unter Fliesen, Zisterne/Gartenteich im einfachen Gefälle
  • Fachmann empfehlenswert: Außenabdichtung (Erdaushub!), drückendes Grundwasser, aktive Risse, komplexe Anschlüsse an Fenster und Leitungen, bei Versicherungsansprüchen (Dokumentation!)

Ein seriöser Fachbetrieb für Abdichtungsarbeiten sollte eine Fachunternehmerklausel nach DIN 18533 anbieten und die Arbeiten schriftlich dokumentieren – das ist wichtig für eventuelle Gewährleistungsansprüche und bei einem späteren Immobilienverkauf. Lassen Sie sich am besten 3 Angebote einholen und prüfen Sie die Referenzen.

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