Satellitenschüssel ausrichten: Elevation, Azimut und Skew verständlich erklärt

Auf ein halbes Grad genau: So richtest du eine Satellitenschüssel auf Astra 19,2 Grad Ost aus, welche Winkel für deine Stadt gelten und warum der Piepser-Satfinder oft in die Irre führt.

Last updated on Aug. 26, 2026

Veröffentlicht am Aug. 26, 2026

Eine Satellitenschüssel auszurichten ist eine der wenigen Arbeiten am Haus, bei denen Millimeter über Erfolg oder Misserfolg entscheiden. Der Satellit steht rund 36.000 Kilometer entfernt, und die Schüssel muss ihn auf etwa einen halben Grad genau treffen. Verstellst du den Spiegel um die Breite eines Daumens, ist das Bild weg.

Gleichzeitig ist es keine Zauberei. Wer versteht, was die drei Einstellwinkel bedeuten und in welcher Reihenfolge man sie einstellt, schafft die Ausrichtung in einer knappen Stunde – auch allein. Wer stattdessen wahllos am Spiegel dreht und auf den Piepser hofft, sitzt am Ende des Nachmittags immer noch auf dem Dach.

Wie Satellitenempfang funktioniert

Der Satellit sendet Signale in einem sehr schwachen, gebündelten Strahl zur Erde. Die Parabolschüssel sammelt diese Energie über ihre gesamte Fläche und bündelt sie in einem einzigen Punkt, dem Brennpunkt. Dort sitzt der LNB – das kleine Bauteil am Ende des Auslegers, das die hochfrequenten Signale in einen Bereich umsetzt, den ein Koaxialkabel transportieren kann.

Zwei Dinge folgen daraus. Erstens: Die Schüssel muss extrem genau ausgerichtet sein, weil der Brennpunkt sonst neben dem LNB liegt. Zweitens: Zwischen Schüssel und Satellit darf nichts stehen. Ein einzelner Ast in der Sichtlinie kostet mehr Signal als hundert Meter Kabel.

Und hier gleich der Punkt, der die meisten Kaufentscheidungen falsch beeinflusst: Eine größere Schüssel liefert kein besseres Bild. Digitales Satellitenfernsehen kennt keine Abstufungen wie das alte Analogfernsehen mit Schnee im Bild. Entweder das Signal reicht für die Fehlerkorrektur, dann ist das Bild perfekt – oder es reicht nicht, dann bilden sich Klötzchen und die Übertragung bricht ab. Dazwischen liegt fast nichts. Was eine größere Schüssel bringt, ist Reserve: Sie hält Regen, Nassschnee und Signalschwankungen besser aus, bevor sie in dieses Loch fällt. Für die Bildqualität an einem klaren Tag ist ein 60er-Spiegel genauso gut wie ein 120er.

Astra 19,2 Grad Ost: warum fast immer dieser Satellit

Für den deutschsprachigen Raum ist die Satellitenposition 19,2 Grad Ost die Standardantwort. Dort liegt die Astra-Flotte, über die praktisch alle deutschen öffentlich-rechtlichen und privaten Sender laufen, dazu die österreichischen und Schweizer Programme.

Andere Positionen sind für spezielle Wünsche interessant: Hotbird auf 13 Grad Ost für viele europäische Sender, Türksat auf 42 Grad Ost, Astra 3 auf 23,5 Grad Ost. Wer mehrere Positionen empfangen möchte, braucht entweder eine Multifeed-Halterung mit mehreren LNBs auf einem Spiegel oder eine Drehanlage. Für Multifeed gilt: Der Hauptsatellit sitzt im Brennpunkt, die weiteren LNBs versetzt daneben – und zwar spiegelverkehrt zur Himmelsrichtung. Der LNB für den weiter östlich stehenden Satelliten sitzt links am Ausleger.

Die drei Winkel: Elevation, Azimut, Skew

Jede Ausrichtung besteht aus genau drei Einstellungen. Sie voneinander zu trennen ist der halbe Erfolg, denn wer alle drei gleichzeitig verstellt, findet nie zurück.

Elevation ist der Erhebungswinkel, also wie steil die Schüssel nach oben zeigt. Sie wird an der Skala am Mastfuß eingestellt. Der Wert hängt vom geografischen Breitengrad ab – je weiter nördlich du wohnst, desto flacher steht die Schüssel.

Azimut ist die Himmelsrichtung, gemessen vom geografischen Norden im Uhrzeigersinn. Für Astra 19,2 Grad Ost liegt sie in Deutschland grob zwischen 168 und 180 Grad, also Süd bis Südsüdost. Eingestellt wird sie durch Drehen der kompletten Schüssel um den Mast.

Skew ist die Verdrehung des LNB um seine Längsachse. Sie gleicht aus, dass die Polarisationsebene des Signals je nach Standort leicht gekippt ankommt. Der Skew wird oft ignoriert – zu Unrecht: Ein falsch eingestellter Skew kostet leicht 2 bis 3 dB und ist die häufigste Ursache dafür, dass zwar die meisten Sender laufen, ein paar aber immer wieder abreißen.

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StadtElevationAzimut (von Nord)Skew (LNB)
Hamburgca. 28°ca. 172°ca. −18°
Berlinca. 29°ca. 176°ca. −14°
Hannoverca. 30°ca. 172°ca. −18°
Kölnca. 31°ca. 168°ca. −22°
Frankfurt am Mainca. 32°ca. 170°ca. −20°
Stuttgartca. 33°ca. 170°ca. −20°
Münchenca. 34°ca. 172°ca. −18°
Wienca. 35°ca. 177°ca. −13°
Zürichca. 34°ca. 168°ca. −22°

Die Werte gelten für Astra 19,2 Grad Ost und sind Näherungen für die Grobeinstellung. Negativer Skew bedeutet: Der LNB wird von hinten gesehen gegen den Uhrzeigersinn gedreht. Zwei Hinweise zur Praxis: Die Azimutwerte beziehen sich auf geografisch Nord, ein Magnetkompass zeigt in Mitteleuropa je nach Region 2 bis 5 Grad daneben. Und viele Elevationsskalen an Wandhaltern sind mit einem Offset-Wert bedruckt, weil Offset-Spiegel nicht in die Richtung zeigen, in die sie zu zeigen scheinen – lies die Anleitung deines Halters, bevor du dich über eine Abweichung von 20 Grad wunderst.

Standortwahl: der wichtigste Schritt

Bevor du auch nur ein Loch bohrst, prüfe die Sichtlinie. Stell dich an die geplante Montagestelle und schau in Richtung Süd bis Südsüdost, etwa 30 Grad über den Horizont. Das entspricht ungefähr der Position der Sonne an einem Wintervormittag gegen 11 Uhr. Ist dort ein Baum, ein Nachbargebäude oder ein Schornstein, wird nichts daraus.

Denk dabei an den Zustand in zehn Jahren. Ein Baum, der heute knapp unter der Sichtlinie endet, wächst. Nadelbäume und dichtes Laub dämpfen das Signal erheblich, im nassen Zustand noch stärker – das ist der Grund für Anlagen, die im Sommer bei Regen ausfallen und im Winter tadellos laufen.

Für den Montageort selbst gilt:

  • Wandhalter an der Südwand ist die einfachste und stabilste Lösung. Kurze Ausladung wählen, lange Ausleger schwingen bei Wind.
  • Dachsparrenhalter ist die sauberste Variante, weil die Last direkt in die Konstruktion geht. Sie erfordert allerdings, dass Ziegel abgenommen werden und die Befestigung in tragfähige Sparren gesetzt wird. Wer sich nicht sicher ist, wie sein Dach aufgebaut ist, findet Grundlagen im Beitrag zum Dachstuhl.
  • Balkonhalter und Standfuß sind mietfreundlich und kommen ohne Bohren aus, brauchen aber ausreichend Ballast – bei einem 80er-Spiegel wirken bei Sturm mehrere hundert Newton.
  • Der Mast muss senkrecht stehen. Das ist keine Kosmetik: Steht der Mast schief, verändert sich beim Drehen um den Azimut gleichzeitig die Elevation, und du findest den Satelliten nie sauber. Wasserwaage in zwei Achsen, bevor irgendetwas anderes passiert.

Schüsselgröße und LNB wählen

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DurchmesserEignungReserve bei Regenca. Preis
60 cmMindestmaß für Astra 19,2 Grad Ost in MitteleuropaGering30–70 €
80 cmEmpfehlung für den RegelfallGut50–120 €
90–100 cmRandlagen, Multifeed, viele TeilnehmerSehr gut100–250 €
120 cm und mehrSchwache Transponder, Randgebiete EuropasHoch250–600 €

Beim LNB entscheidet die Zahl der Ausgänge, nicht die Qualität des Bildes. Single hat einen Ausgang für einen Receiver, Twin zwei, Quad vier – jeweils direkt für Receiver. Ein Quattro-LNB ist etwas anderes: Er liefert die vier Empfangsebenen an einen Multischalter und ist für größere Verteilungen im Mehrfamilienhaus gedacht. Wer heute neu baut, sollte einen Unicable-fähigen LNB in Betracht ziehen: Damit lassen sich mehrere Receiver über ein einziges Kabel versorgen, was die Nachrüstung in bestehenden Leitungswegen enorm vereinfacht.

Auf die Rauschzahl in dB muss man kaum noch achten, moderne LNBs liegen alle in einem unkritischen Bereich. Wichtiger ist eine ordentliche Wetterschutzkappe über den Anschlüssen – eingedrungenes Wasser ist die häufigste Ausfallursache überhaupt bei Satellitenanlagen.

Montage Schritt für Schritt

  1. Halter befestigen. Bei Wandmontage in tragfähigen Untergrund dübeln, keine Hohlblocksteine mit Kunststoffdübeln. Bei Dachsparrenhaltern die Auflagepunkte auf die Sparren setzen, nicht auf die Lattung.
  2. Mast lotrecht ausrichten. Wasserwaage in beiden Achsen, dann festziehen und nochmals prüfen.
  3. Spiegel und Ausleger montieren. Schrauben nur handfest anziehen – du musst später noch drehen können.
  4. LNB einsetzen. Auf die richtige Einstecktiefe achten, sie ist auf der Halterung markiert. Die Skala für den Skew steht auf dem LNB-Hals.
  5. Elevation grob einstellen. Wert aus der Tabelle an der Skala einstellen und leicht festziehen.
  6. Skew grob einstellen. LNB entsprechend verdrehen und leicht festziehen.
  7. Kabel anschließen. F-Stecker sauber konfektionieren: Außenmantel 10 Millimeter abisolieren, Schirmgeflecht zurückschlagen, Dielektrikum abschneiden, Innenleiter 2 Millimeter überstehen lassen. Ein einziges verirrtes Drahthaar zwischen Innenleiter und Schirm legt den kompletten Empfang lahm.

Ausrichten: das Verfahren, das funktioniert

Jetzt kommt der Teil, an dem die meisten scheitern – weil sie zu ungeduldig sind. Der entscheidende Trick lautet: Elevation zuerst einstellen und dann nicht mehr anfassen. Anschließend nur noch den Azimut in kleinen Schritten variieren.

  1. Messmittel wählen. Am zuverlässigsten ist ein digitales Sat-Messgerät, das dir sagt, welchen Satelliten du siehst. Ein einfacher Piepser-Satfinder für 10 Euro zeigt nur, dass irgendein Signal ankommt – und der erste Ausschlag ist häufig ein Nachbarsatellit, nicht Astra. Genau das ist die häufigste Fehlerquelle bei Selbstmontagen. Wer kein Messgerät hat, nutzt die Signalanzeige im Receivermenü und eine zweite Person oder ein Handy zur Rückmeldung.
  2. Referenztransponder einstellen. Für Astra 19,2 Grad Ost eignet sich 11836 MHz, horizontal, Symbolrate 27500 – dort liegen unter anderem die ARD-Sender. Stell den Receiver auf diesen Transponder und lass die Signalqualitätsanzeige offen.
  3. Azimut langsam durchfahren. Beginne etwa 10 Grad westlich deines Zielwerts und drehe die Schüssel in sehr kleinen Schritten nach Osten. Wenige Millimeter am Spiegelrand entsprechen bereits einem messbaren Winkel. Nach jedem Schritt zwei bis drei Sekunden warten – der Receiver braucht Zeit, um zu synchronisieren. Wer zu schnell dreht, überfährt den Satelliten, ohne ihn zu bemerken.
  4. Maximum suchen, nicht das erste Signal nehmen. Wenn Signal kommt, dreh bewusst weiter, bis es wieder abfällt. Merke dir beide Ränder und stelle exakt in die Mitte. Genau dort steht die Schüssel optimal.
  5. Elevation feintunen. Erst jetzt, mit stehendem Azimut, die Elevation um ein bis zwei Grad nach oben und unten variieren und wieder das Maximum suchen.
  6. Skew optimieren. LNB in kleinen Schritten drehen, dabei einen horizontal polarisierten und einen vertikal polarisierten Transponder abwechselnd prüfen. Ziel ist der beste Kompromiss zwischen beiden.
  7. Prüfen, dass es der richtige Satellit ist. Sendersuchlauf starten und kontrollieren, ob die erwarteten Programme kommen. Bei einem Nachbarsatelliten hast du oft auch ein starkes Signal – nur eben die falschen Sender.
  8. Alles festziehen. Schrauben über Kreuz anziehen und danach die Signalqualität noch einmal ablesen. Ein leichter Versatz beim Festziehen ist normal, ein Einbruch um mehr als ein paar Prozent bedeutet: nochmal nachjustieren.

Rechne mit Signalqualitätswerten über 70 Prozent für einen zuverlässigen Betrieb. Alles unter 50 Prozent läuft bei gutem Wetter, fällt aber beim ersten kräftigen Schauer aus.

Erdung und Blitzschutz

Dieser Abschnitt wird bei Selbstmontagen am häufigsten übersprungen und ist der einzige mit echtem Sicherheitsbezug. Eine Antenne auf dem Dach ist ein exponiertes leitfähiges Bauteil.

Nach den einschlägigen Normen gilt vereinfacht: Antennenanlagen, die aus der Dachfläche herausragen, müssen geerdet werden. Der Mast wird über einen Erdungsleiter mit ausreichendem Querschnitt – üblich sind 16 Quadratmillimeter Kupfer – auf dem kürzesten Weg mit der Haupterdungsschiene verbunden. Zusätzlich werden die Koaxialkabel über einen Potentialausgleichsblock geführt. Existiert am Gebäude eine äußere Blitzschutzanlage, ist die Antenne in deren Schutzbereich zu bringen oder direkt anzuschließen – das ist dann eine Aufgabe für den Fachbetrieb. Der Beitrag zu Blitzschutzanlagen ordnet das Thema ein.

Anlagen an Balkongeländern oder unterhalb der Dachkante sind in vielen Fällen weniger kritisch, ein Potentialausgleich ist aber auch dort sinnvoll. Wer das Thema komplett auslässt, riskiert im Schadensfall zudem Diskussionen mit der Versicherung. Steht ohnehin eine Modernisierung der Hauselektrik an, lässt sich das gut mit erledigen – Größenordnungen dazu stehen unter Elektrik erneuern: Kosten.

Typische Fehlerbilder

  • Alle Sender weg nach einem Sturm. Schüssel verdreht oder Halter gelockert. Nachjustieren und Schrauben kontrollieren.
  • Nur horizontale oder nur vertikale Sender fehlen. Fast immer die Stromversorgung des LNB: Der Receiver schaltet zwischen 13 und 18 Volt um, um die Ebene zu wählen. Ein zu langes oder zu dünnes Kabel führt zu Spannungsabfall.
  • Ausfall bei Regen, sonst einwandfrei. Zu wenig Signalreserve – größere Schüssel, bessere Ausrichtung, oder Sichtlinie durch nasses Laub.
  • Ausfall bei starkem Sonnenschein oder Hitze. Wasser im LNB oder im Stecker, das bei Erwärmung den Kontakt verändert. Stecker öffnen, trocknen, mit selbstverschweißendem Band wickeln.
  • Zweimal jährlich für einige Minuten Ausfall um die Mittagszeit. Das ist kein Defekt: Rund um die Tag-und-Nacht-Gleiche steht die Sonne für wenige Minuten direkt hinter dem Satelliten und überstrahlt ihn. Der Effekt heißt Sonneninterferenz und lässt sich nicht beheben.
  • Signal da, aber falsche Sender. Nachbarsatellit erwischt. Azimut um wenige Grad weiter verstellen.

Was die Anlage kostet

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Positionca. Preis
Spiegel 80 cm mit Wandhalter60–150 €
Twin- oder Quad-LNB15–60 €
Koaxialkabel, 25 m20–50 €
Stecker, Wetterschutz, Kleinmaterial15–40 €
Digitales Sat-Messgerät60–250 €
Erdungsmaterial40–120 €
Komplettpaket Eigenmontage150–350 €
Montage durch Fachbetrieb inkl. Material350–800 €
Nachträgliche Ausrichtung, Servicetermin80–200 €

Häufige Fragen zur Satellitenschüssel

Wie genau muss eine Satellitenschüssel ausgerichtet sein?
Auf etwa 0,5 Grad. Bei einem 80-Zentimeter-Spiegel entspricht das rund einem halben Zentimeter Versatz am Spiegelrand. Deshalb wird immer in sehr kleinen Schritten justiert und immer das Maximum zwischen zwei Abfallpunkten gesucht, nie der erste Ausschlag.

Brauche ich für Astra 19,2 Grad Ost eine 80er-Schüssel oder reicht 60?
In Mitteleuropa reichen 60 Zentimeter für den regulären Empfang. 80 Zentimeter sind trotzdem die vernünftigere Wahl, weil sie Reserve bei Regen, Nassschnee und leichter Dejustage schaffen. Der Preisunterschied liegt bei 20 bis 50 Euro, der Zuwachs an Betriebssicherheit ist deutlich größer.

Kann ich die Schüssel ohne Messgerät ausrichten?
Ja, mit der Signalqualitätsanzeige des Receivers und einer zweiten Person oder einem Handy als Fernauge. Es dauert länger, funktioniert aber. Der einfache Piepser-Satfinder ist dabei eher hinderlich als hilfreich, weil er nicht unterscheidet, welchen Satelliten er sieht.

Warum habe ich Signal, aber keine deutschen Sender?
Du hast einen Nachbarsatelliten getroffen. Am Himmel stehen mehrere Positionen wenige Grad auseinander. Verstelle den Azimut um zwei bis vier Grad und wiederhole den Suchlauf, bis die erwarteten Programme erscheinen.

Was bedeutet Skew und muss ich ihn wirklich einstellen?
Skew ist die Verdrehung des LNB, die die gekippte Polarisationsebene ausgleicht. In Deutschland liegt der Wert je nach Standort bei etwa 13 bis 22 Grad. Ohne Korrektur verlierst du einige Dezibel Signal – meistens merkt man das erst, wenn bei Regen einzelne Sender ausfallen.

Muss die Satellitenanlage geerdet werden?
Ragt sie aus der Dachfläche heraus, ja. Sie wird über einen Erdungsleiter mit der Haupterdungsschiene verbunden, die Koaxialkabel laufen über einen Potentialausgleichsblock. Bei vorhandener äußerer Blitzschutzanlage gehört die Ausführung in Fachhände.

Darf ich als Mieter eine Schüssel montieren?
Das hängt vom Mietvertrag und der Situation ab. Ist ein gleichwertiger Empfang über Kabel oder Internet verfügbar, kann der Vermieter eine fest montierte Anlage in der Regel untersagen. Nicht bohrende Lösungen mit Standfuß auf dem Balkon sind ein häufiger Kompromiss. Kläre das vorher schriftlich – das ist keine Rechtsberatung, sondern der Weg, der Ärger vermeidet.

Warum fällt der Empfang immer bei Regen aus?
Regen dämpft das Signal, und wenn die Anlage ohnehin knapp am Limit läuft, reicht das für einen Ausfall. Ursachen sind meist eine ungenaue Ausrichtung, ein zu kleiner Spiegel, nasses Laub in der Sichtlinie oder Feuchtigkeit im Steckerbereich. Prüfe in dieser Reihenfolge.

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