Gartenmöbel aus Holz sind ein Klassiker – sie verbinden natürliche Optik, Robustheit und Langlebigkeit. Allerdings stellen unterschiedliche Holzarten und Ausführungen sehr unterschiedliche Ansprüche an die Pflege und bieten unterschiedliche Lebensdauern. Wer beim Kauf die richtigen Fragen stellt, hat viele Jahre Freude an seinen Gartenmöbeln.
Welche Holzarten werden für Gartenmöbel verwendet?
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| Holzart | Herkunft | Witterungsbeständigkeit | Pflegeaufwand | Preis |
|---|---|---|---|---|
| Teak | Südostasien | Sehr hoch | Gering | Hoch |
| Eukalyptus | Australien/Südamerika | Hoch | Gering bis mittel | Mittel |
| Akazie (Robinie) | Europa, Nordamerika | Hoch | Gering bis mittel | Mittel |
| Lärche | Europa | Mittel-hoch | Mittel | Günstig–mittel |
| Douglasie | Nordamerika | Mittel | Mittel | Günstig–mittel |
| Kiefer/Fichte (druckimprägniert) | Europa | Mittel (mit Imprägnierung) | Höher | Günstig |
Teak – der Klassiker für anspruchslose Pflege
Teak gilt als das hochwertigste Holz für Gartenmöbel. Es enthält natürliche Öle, die es von innen heraus schützen – Teak widersteht Regen, Sonne und Feuchtigkeit ohne regelmäßiges Ölen besonders gut. Unbehandelt vergraut Teak mit der Zeit zu einem silbergrauen Farbton, der von vielen als elegant empfunden wird. Wer die ursprüngliche Honigfarbe erhalten möchte, ölt einmal jährlich mit speziellem Teaköl. Nachteil: Teak ist teuer (Gartengarnitur ab 800 €) und oft aus nicht nachhaltig bewirtschafteten Wäldern – auf FSC-Zertifizierung achten.
Eukalyptus – die günstigere Alternative zu Teak
Eukalyptus-Gartenmöbel sind in Optik und Eigenschaften dem Teak sehr ähnlich, aber deutlich günstiger. Das Holz ist ebenfalls ölhaltig und gut witterungsbeständig. Bei unbehandeltem Eukalyptus entsteht mit der Zeit eine gräuliche Patina. Ein- bis zweimal jährliches Ölen hält die ursprüngliche Farbe. Wichtig: Auch hier auf nachhaltige Herkunft (FSC) achten.
Akazie und Robinie – heimische Alternativen
Robinie (auch fälschlich als Akazie bezeichnet) ist das härteste und dauerhafteste europäische Holz – es ist als Gartenmöbelholz ohne Imprägnierung in die Gebrauchsklasse 3–4 eingestuft. Robinienholz ist sehr dicht, schleudert kaum Splitter und ist ideal für Hochbeete, Stühle und Bänke. Echter Akazie (Acacia-Arten) aus Südostasien oder Südamerika ist ebenfalls sehr hochwertig und oft unter dem Begriff „Acacia" in Baumärkten zu finden.
Pflege und Aufbewahrung
Auch hochwertige Holzmöbel brauchen ein Minimum an Pflege:
- Jährliches Reinigen: Mit lauwarmem Wasser, milder Seife und einer weichen Bürste abschrubben. Grün- und Schimmelbefall vorbeugen.
- Ölen oder Lasieren: Je nach Holzart 1× jährlich im Frühjahr. Teaköl, Hartöl oder spezielle Holzschutzlasuren verlängern die Lebensdauer erheblich.
- Winterlagerung: In einem trockenen Schuppen oder abgedeckt überwintern. Schutzhüllen (ca. 20–50 € je nach Größe) schützen vor Feuchtigkeit und UV-Strahlung.
- Aufstellfläche: Nicht direkt auf feuchtem Beton stellen. Holzgleiter oder Kunststofffüße verhindern, dass die Beine Wasser saugen.
Kosten für Holz-Gartenmöbel
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| Möbeltyp / Holz | Preisbereich |
|---|---|
| Gartenbank Kiefer/Fichte | 50–150 € |
| Gartenbank Lärche/Douglasie | 100–300 € |
| Gartenbank Teak/Eukalyptus | 200–600 € |
| Gartengarnitur (Tisch + 4 Stühle) Eukalyptus/Akazie | 400–1.200 € |
| Gartengarnitur Teak (Premium) | 800–3.000 € |
| Liegestuhl Holz | 80–400 € |
Nachhaltigkeit: Worauf beim Kauf achten?
Tropenhölzer wie Teak, Eukalyptus oder Akazie stammen häufig aus Regionen mit laxen Umweltschutzgesetzen. FSC-Zertifizierung (Forest Stewardship Council) garantiert nachhaltige Waldwirtschaft und soziale Standards. Das Zertifikat sollte auf der Verpackung oder im Produktdatenblatt ausgewiesen sein. Alternativ: Heimische Hölzer wie Lärche, Douglasie oder Robinie wählen – kurze Transportwege und transparente Forstwirtschaft.
FAQ
Welches Holz ist am pflegeleichtesten für Gartenmöbel?
Teak ist das pflegeleichteste Holz – es kann jahrelang ohne Pflege im Außenbereich stehen und graut lediglich etwas nach. Eukalyptus und Robinie/Akazie sind sehr ähnlich und ebenfalls pflegeleicht. Günstigere Hölzer wie Kiefer oder Fichte brauchen deutlich mehr regelmäßige Pflege und sollten jährlich gestrichen oder gelasiert werden.
Müssen Gartenmöbel aus Holz im Winter reingestellt werden?
Muss nicht, aber sollte. Hochwertige Tropenhölzer (Teak, Eukalyptus) überstehen den Winter auch draußen – aber unter einer Schutzabdeckung verlängert sich die Lebensdauer erheblich. Günstigere Hölzer wie Kiefer oder Fichte sollten unbedingt in einem trockenen Raum überwintern oder gut abgedeckt werden, da sie sonst schnell schimmeln oder reißen.
Wie entferne ich Grünbelag von Holz-Gartenmöbeln?
Mit einer Lösung aus warmem Wasser und ein wenig Essig oder speziellem Algenmittel einweichen und mit einer weichen Bürste abschrubben. Danach gut abspülen und trocknen lassen. Hartnäckige Flecken können mit feinem Schleifpapier (120–180 Körnung) sanft angeschliffen werden, danach neu ölen oder lasieren.