Pool mit Styropor-Steinen bauen: Kosten, Vor- und Nachteile

EPS-Schalungsstein-Pools im Eigenbau: Wie ein Pool aus Styropor-Steinen funktioniert, was er kostet und wann er sich lohnt – alle Infos für Heimwerker.

Last updated on Juli 18, 2026

Veröffentlicht am Aug. 21, 2020

Ein Pool im eigenen Garten ist ein Traum vieler Hausbesitzer – aber Betonpools und GFK-Fertigbecken sind teuer und aufwendig. Pools aus Styropor-Steinen (auch Schalungsstein-Pools oder ICF-Pools genannt) bieten eine interessante Alternative: Sie lassen sich in Eigenleistung bauen, sind stabil und dauerhaft. Was steckt hinter dem Konzept?

Was sind Styropor-Stein-Pools?

Styropor-Stein-Pools (auch EPS-Schalungsstein-Pools) werden aus speziell geformten Dämmsteinen aus expandiertem Polystyrol (EPS/Styropor) gebaut. Die Steine werden wie Lego-Bausteine gestapelt – ohne Mörtel, da sie über ein Nut-und-Feder-System ineinandergreifen. Anschließend werden die hohlen Steine mit Beton ausgegossen, wodurch eine massive, gedämmte Betonwand entsteht. Innen wird der Pool mit einer Folie oder Poolsystemfarbe abgedichtet.

Vorteile gegenüber anderen Bauweisen

  • Gut für Eigenleistung geeignet: Keine Schalung nötig, da die EPS-Steine selbst als verlorene Schalung dienen. Handwerklich begabte Heimwerker können den Bau weitgehend selbst durchführen.
  • Wärmeisolierung: Das Styropor dämmt das Wasser – das Poolwasser bleibt länger warm, was Heizkosten spart.
  • Stabile Konstruktion: Das ausgegossene Betongerüst ist langlebig und dauerhaft.
  • Flexibel in der Form: Rechteckige, ovale und Freiformpools möglich (je nach Hersteller).

Nachteile und Risiken

  • Planung und Erdarbeiten: Auch hier sind Aushub, ebener Boden und Fundamentplatte notwendig – kein Vorteil gegenüber anderen Einbaupools.
  • Betonieren: Das Ausgießen der Steine mit Beton erfordert eine Betonpumpe oder viel Handarbeit und muss fachgerecht erfolgen – zu schnelles Befüllen kann die Steine verschieben.
  • Abdichtung: Folie oder Beckenbeschichtung muss sorgfältig aufgebracht werden.
  • Keine schlüsselfertige Lösung: Deutlich mehr Eigenleistung und Planung als bei einem GFK-Fertigbecken.

Kosten eines Styropor-Stein-Pools

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PostenKosten (ca.)
EPS-Schalungssteine (für 6 × 3 m Pool)1.500–3.000 €
Beton (zum Ausgießen)1.000–2.000 €
Fundamentplatte1.500–3.000 €
Erdarbeiten / Aushub1.500–3.500 €
Folie oder Beschichtung1.000–3.000 €
Filtertechnik, Pumpe, Zubehör1.000–3.000 €
Gesamt (6 × 3 m, ohne Terasse)7.500–17.500 €

Im Vergleich: Ein GFK-Fertigbecken gleicher Größe inkl. Einbau kostet 12.000–25.000 €, ein Betonpool nach Maß 20.000–40.000 €. Der Styropor-Stein-Pool ist also günstiger – vor allem bei hoher Eigenleistung.

Bekannte Hersteller von EPS-Pool-Systemen

Am deutschen Markt sind verschiedene Systeme erhältlich, darunter Hobby-Pool, Udo-Pool, EPS-Pool-24 und Aqua-Sol. Diese Hersteller bieten komplette Bausätze mit Anleitung und oft auch telefonischen Support für den Eigenbau an. Qualität und Systemkompatibilität der Komponenten variieren – auf Referenzprojekte und Kundenbewertungen achten.

FAQ

Wie lange hält ein Styropor-Stein-Pool?

Bei fachgerechter Ausführung ist ein EPS-Schalungsstein-Pool genauso dauerhaft wie ein konventioneller Betonpool – also 30–50 Jahre oder mehr. Das Styropor wird durch den Beton vollständig eingeschlossen und ist witterungsgeschützt. Die Folie oder Beschichtung innen muss nach 10–20 Jahren eventuell erneuert werden.

Kann ich einen Styropor-Pool komplett selbst bauen?

Grundsätzlich ja – der eigentliche Mauerbau mit den EPS-Steinen ist handwerklich machbar. Für die Fundamentplatte, den Betoniervorgang und den Elektroanschluss der Pumpen empfiehlt sich jedoch Fachunterstützung. Viele Hersteller bieten technische Beratung und Anleitungen an. Unterschätze nicht den Aufwand für Erdarbeiten, Fundamentplatte und Wassertechnik.

Ist der Pool aus Styropor-Steinen genehmigungspflichtig?

Da es sich um einen eingelassenen Betonpool handelt, kann eine Baugenehmigung erforderlich sein – je nach Bundesland und Gemeinde. In vielen Bundesländern sind Einbaupools bis zu einem bestimmten Volumen genehmigungsfrei, müssen aber Abstandsflächen einhalten. Immer beim Bauamt nachfragen, bevor mit dem Bau begonnen wird.

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