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Hortensien

Der perfekte Schnitt: Hortensien schneiden - wie und wann?

Die Hortensie ist eine pflegeleichte, reich blühende und verhältnismäßig anspruchslose Garten-, Kübel- und Topfpflanze. Damit sie jeden Sommer in einer herrlichen Blütenpracht erstrahlt, ist lediglich die Einhaltung weniger essenzieller Grundregeln wichtig. Der optimale Standort, die richtige Erde und kein zu großzügiger Rückschnitt lassen die Pflanze Jahr für Jahr kräftig austreiben und blühen.


Was Hobbygärtner immer über Hortensien wissen wollten

Blaue Hortensien gelten als besonders edel. Hierbei handelt es sich nicht um eine besondere Züchtung, sondern um eine über die Mineralzufuhr begünstigte Farbveränderung. Ob die Blüten im Folgejahr ebenso tiefblau wie beim Kauf in der Gärtnerei austreiben, hängt also direkt mit dem Boden zusammen. Der richtige pH-Wert und das notwendige Mineral wird an anderer Stelle des Artikels ausführlich erläutert.

Wie bereits angesprochen, ist die Hortensie pflegeleicht und stellt keine großen Ansprüche an den Gärtner. Essenziell sind der optimale Standort, ein durchlässiger humoser Boden und ausreichend Wasser an heißen Tagen. Staunässe verzeiht die Pflanze nicht, wodurch man darauf achten sollte, dass sich das Gießwasser nicht im Übertopf oder im Untersetzer sammelt. Bleibt die Blütenpracht aus, kann ein Rückschnitt- oder Frostschaden die Ursache sein. Auch wenn Hortensien winterhart sind, benötigen sie bei Überwinterung im Kübel einen besonderen Schutz.

Wichtig: Ein halbschattiger Standort eignet sich optimal für alle Hortensien Arten. Gelbe Blätter oder sichtbare Anzeichen für Krankheiten beruhen auf zu viel oder zu wenig Feuchtigkeit, auf dem falschen Boden oder auf einem ungeeigneten Standort.


Welcher Standort eignet sich am besten?

Das natürliche Habitat von Hortensien ist in halbschattiger Platz am Waldrand oder auf einer Lichtung. Hier wachsen die Pflanzen hauptsächlich unter dichten Baumkronen, die sie vor der Mittagssonne schützen. Man könnte davon ausgehen, dass Hortensien am liebsten im Schatten stehen. Doch die meisten Hortensien Arten gedeihen im Halbschatten am besten.

In praller Sonne kann sich die Pflanze zwar entwickeln, doch sie benötigt eine intensive Pflege und sollte an heißen Tagen zweimal gegossen werden. Stehen Hortensien im Schatten, wirkt sich dieser Umstand auf den Blütenreichtum und auf die Wuchsgeschwindigkeit aus.

Lediglich Schneeball-Hortensien können im Schatten stehen, ohne dass sich der Standort nachteilig auf den Wuchs und die Blüte auswirkt. bei allen anderen Hortensien Arten ist das gesunde Mittelmaß aus Sonne und Schatten die beste Entscheidung.


Die richtige Erde für Hortensien

Ein lockerer, leicht saurer und humoser Boden wird von allen Hortensien Arten bevorzugt. Kalkerreiche Böden eignen sich nicht, da sie den Blütenreichtum einschränken und gelbe Blätter oder Krankheiten der Pflanze begünstigen können. Man sollte aber nicht nur die richtige Erde kaufen, sondern auch auf die Pflanzansprüche achten. Hortensien benötigen ein Pflanzloch, das doppelt so groß wie der Wurzelballen - welcher mit der oberen Erdschicht abschließt, ist.

Setzt man den Wurzelballen zu tief, sterben die unteren Blattreihen ab und es kann zur Gelbfärbung des sonst sattgrünen Laubes kommen. Für eine Neupflanzung oder beim Umpflanzen empfiehlt sich spezielle Hortensienerde, die rund um den Wurzelballen ins Pflanzloch gegeben wird und das Wurzelwerk umschließt.


Sollten verblühte Blütenstände gekappt werden?

Darf man verwelkte Blütenstände bei Hortensien schneiden? Diese Frage stellen sich viele Gärtner. Die Pflanze blüht praktisch den ganzen Sommer über, doch wenn man falsch oder zu früh schneidet, bleibt diese Pracht im Folgejahr aus.

Wie geht man also beim Hortensien schneiden vor oder ist es besser, wenn die welken Blütenstände an der Pflanze verbleiben? Grundsätzlich ist ein Rückschnitt der Blüten mit einer scharfen Rosenschere möglich. Besser und schonender ist es allerdings, wenn man die welken Blüten mit den Fingernägeln kappt. Durch das vorsichtige Abzupfen erholt sich die Pflanze schneller und Schäden, die im Folgejahr zum mangelnden Blütenaustrieb führen, werden vermieden.

Verblühte Hortensie
Verblühte Hortensie

Ein echter Blaublüter - wann blüht Hortensie blau?

Die blau Blüte liegt Hortensien-Gärtnern oftmals am Herzen. Umso größer ist die Enttäuschung, wenn die mit blauen Blüten gekaufte Pflanze im Folgejahr weiß oder rosa blüht. Das hat einen einfachen Grund. Blaue Blüten entstehen, wenn der Boden einen pH-Wert zwischen 4 und 4,5 aufweist. Zusätzlich benötigen die Pflanzen Aluminium, das die Blaufärbung der Blüten erzeugt. Der pH-Wert dient der Aufnahme des Minerals, ohne dass man die Blüten von Hortensien nicht färben kann.

Im Gartenfachhandel gibt es spezielle Mittel zum Düngen, die aufgrund ihres hohen Aluminiumanteils zu blauen Blüten führen. Optional eignet sich Alaun, das man in der Apotheke kaufen und dem Gießwasser zugeben kann. Je nach Aluminiumgehalt des Bodens treiben die Blüten hell- bis dunkelblau aus. Eine intensive Blaufärbung, die besonders beliebt ist, erzielt man in saurem Boden mit einer zusätzlichen Aluminium-Anreicherung.

Wer seine Pflanzen in der Gärtnerei kauft, kann sich bezüglich der Blaublüte beraten lassen und den entsprechenden Dünger zukaufen. Rosa Blüten eignen sich dafür am besten, während es bei weißen Hortensien schwierig bis unmöglich ist, durch Düngen und die Anreicherung des Bodens mit Aluminium eine Blaufärbung zu erzielen. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, nimmt eine Bodenprobe und prüft den Mineraliengehalt sowie den pH-Wert.

Blaue Hortensie
Blaue Hortensie

Richtig überwintern und Frostschäden vermeiden

Die Hortensien-Arten unterscheiden sich in ihrer Winterhärte. Einige Arten können auch bei zweistelligen Minustemperaturen überwintern. Für andere Hortensien stellen Temperaturen unter 0 Grad ein hohes Risiko dar. Entscheidend ist auch, ob die Pflanzen in einem Beet oder in einem Kübel wachsen. Grundsätzlich sollte man Kübel- und Topfpflanzen Indoor überwintern, da die geringe Menge an Erde Frostschäden an den Wurzeln begünstigt und zum Absterben der Pflanze führen kann.

Größere Kübel, die sich nicht in den Keller oder in den Schuppen tragen lassen, werden mit Gartenvlies bedeckt. Die optimale Überwinterungstemperatur liegt bei 5 bis 8°C. Wer einen unbeheizten Wintergarten hat, kann die Hortensie im Kübel dort überwintern. Wichtig ist, dass die Verbringung nach Innen vor dem ersten Frost und damit vor der Gefahr, dass die Pflanze einen Frostschaden nimmt, erfolgt. Ab Februar beginnt bei Hortensien der Austrieb. Nun benötigen die Pflanzen einen wärmeren Platz, an dem sie sich vom Winterquartier für die Platzierung im Garten vorbereiten können. Eine langsame Temperaturerhöhung ist empfehlenswert und schließt aus, dass die Pflanzen einen Schock erleiden.

Wichtig: Eine Art, die winterhart und im Beet gepflanzt ist, kann ohne besondere Vorkehrungen und Schutzmaßnahmen im Freien überwintern. Ausnahmen bestätigen die Regel und treten ein, wenn die Temperaturen unter - 20°C sinken. Hier sind auch als winterhart eingestufte Hortensien gefährdet, da dieser Temperatursturz einen Frostschaden an den Wurzeln und an den Trieben begünstigen kann.

Die meisten Probleme mit der robusten und anspruchslosen Hortensie beruhen allerdings auf Fehlern in der Pflege. Beim Hortensien schneiden, beim Düngen und beim Gießen oder beim Umpflanzen kann es zu einem irreversiblen Schaden kommen. Auch das Blau färben sollte mit Sorgfalt und nicht ohne die notwendigen Informationen erfolgen. Wer den pH-Wert zu stark verändert oder zu viel Aluminium zugibt, könnte Wurzelschäden begünstigen und anstelle blau gefärbter Blüten vor der Problematik gelber und welker Blätter stehen.

Hortensie Winterhart
Hortensie Winterhart

Diese Pflegefehler verhindern die Blütenbildung

Hortensien erfreuen sich aufgrund ihrer zahlreichen, jährlich wiederkehrenden Blüten großer Beliebtheit in Gärten, auf Terrassen und auf Balkons. Bleibt der erhoffte Blütensegen aus, ist die Enttäuschung groß und der Hobbygärtner fragt sich, warum die Pflanze keine Blüten ausbildet. In den meisten Fällen sind Pflegefehler die Ursache. Auch ein Frostschaden oder die Auswirkungen vom Hortensien schneiden im Vorjahr kann das Blütenwachstum beeinträchtigen. Folgende 5 Fehler sollte man in der Pflege von Hortensien vermeiden.


  • Hortensien viel zu stark zurückschneiden

    Die meisten Hortensien-Arten gehören zur Schnittgruppe 1. Das heißt, dass ein Rückschnitt durchaus erlaubt ist, aber mit größter Sorgfalt erfolgen sollte. Ein Großteil aller Hortensien treibt kräftig aus, wenn sie im Frühjahr zurückgeschnitten werden. Bei Bauern- und Tellerhortensien entfernt der Hobbygärtner die Ansätze der Blütenknospen, wenn er die Pflanze im Frühjahr stark trimmt. Bei diesen empfindlicheren Arten empfiehlt es sich, lediglich die abgeblühten Blütenstände zu entfernen und ansonsten auf einen Rückschnitt zu verzichten. Tipp: Grundsätzlich sollte man Hortensien so schneiden, dass ein Trieb nur bis zu nächsten Knospe gekürzt wird.

  • Falscher Standort in voller Sonne

    Ein zu schattiger Standort wirkt sich bei den meisten Hortensien Arten negativ auf den Wuchs aus. Doch auch die pralle Sonne ist schädlich, da sie das Blütenwachstum einschränkt und bereits angelegte Knospen absterben lassen kann. Am besten steht eine Hortensie auf halbschattigen Plätzen, wo sie keine direkte Mittagssonne abbekommt und sich prächtig entwickeln kann. Nicht nur an heißen Tagen, sondern ab einer Temperatur von 20°C kann es bei reinen Sonnenplätzen zu Verbrennungen der Blütenknospen und der Laubblätter kommen. Bekommt die Pflanze Morgen- oder Abendsonne, gedeiht sie prächtig und dankt die Auswahl des richtigen Standorts mit kräftigen Blüten.

  • Ungeeignet oder gar nicht düngen

    Fehlt den Pflanzen die richtige Nährstoffzufuhr, äußert sich dieser Mangel im Ausbleiben der Blüte. Düngen ist wichtig, doch sollte man für Hortensien keinesfalls jeden Dünger verwenden. Es gibt spezielle Düngemittel, die auf die Nährstoffbedürfnisse der Pflanzen abgestimmt sind und die ein reiches Blütenwachstum fördern. Wird der falsche Dünger genutzt oder gar nicht gedüngt, verholzen die frischen Triebe nicht richtig. Sollten die Temperaturen im Winter stark absinken, kann es zu einem irreversiblen Frostschaden und damit zum Absterben der Pflanze kommen. Düngen ist also nicht nur für die Blüte, sondern auch dafür wichtig, dass die Pflanze winterhart und robust ist.

  • Zu warme oder zu kalte Temperaturen und Trockenheit beim Überwintern

    In Beeten gepflanzte Hortensien sind bei der Auswahl der richtigen Arten winterhart. Ein spezieller Schutz ist nicht nötig. Anders verhält es sich bei Topf- und Kübelbepflanzungen. Durch die geringere Menge an Erde kann der Wurzelballen einfrieren und Frostschäden erleiden. Am besten eignet sich ein Ort mit Temperaturen, die in der Winterruhe nicht über 5°C ansteigen und die nicht unter 0°C fallen. Ein Wintergarten oder eine unbeheizte Garage eignen sich sehr gut. Man sollte darauf verzichten, die Hortensie im Haus bei Zimmertemperaturen zu überwintern. Hier könnte es zur Knospenfäule und letztendlich zum Absterben der bereits angelegten Blüten- und Blattknospen kommen. Kübelpflanzen sollten zusätzlich frostgeschützt werden, in dem man den Topf mit Gärtnervlies, mit Knisterfolie oder mit Kokosmatten ummantelt und die Wurzeln so vor eisigen Temperaturen schützt.

  • Fehlender und falscher Frostschutz

    Die meisten Hobbygärtner bringen ihre im Haus überwinterten Hortensien Sorten im März ins Freie. Doch der April und der Mai können Spätfröste mit sich bringen. Sind Temperaturen unter 0°C angekündigt, wird die Pflanze sicherheitshalber mit Gartenvlies bedeckt. Eine erneute Verbringung ins Winterquartier ist nicht nötig, da der Vlies optimal schützt und das Erfrieren der Blatt- und Blütenanlagen verhindert. Das gilt natürlich auch für Freilandpflanzen, die nicht im Haus überwintert haben. Spätfröste stellen ein hohes Risiko dar und sind der häufigste Grund dafür, dass die ersehnte Blütenpracht im Frühjahr und im Sommer ausbleibt.

Wie und wann werden Hortensien am besten geschnitten?

Grundsätzlich braucht die robuste und schnell wachsende Pflanze keinen Rückschnitt. Doch wer Hortensien in Form bringen und ihren Wuchs verändern möchte, sollte keinesfalls im Herbst zur Gartenschere greifen. Der optimale Zeitpunkt für einen sanften Rückschnitt ist das Frühjahr. Man sieht die austreibenden Knospen und kann die Gartenschere am richtigen Punkt ansetzen, ohne dass frische Blatt- und Blütenknospen beschädigt werden. Beim Hortensien schneiden sollte man darauf achten, dass die Triebe nur marginal gekürzt werden. Auch wenn es sich um pflegeleichte und verhältnismäßig anspruchslose Pflanzen handelt, kann ein zu kräftiger Rückschnitt problematisch werden.


Fazit: Die richtige Pflege lässt Hortensienblüten jedes Jahr neu erstrahlen

Für echte Liebhaber dieser Pflanzen steht die Blüte im Fokus. Schon bei den ersten Sonnenstrahlen freut sich der Gärtner darauf, dass seine favorisierten Hortensien Arten reichhaltig und dicht blühen. Ob man sich für eine Blaufärbung oder für den natürlichen Farbton der Pflanzen entscheidet, ist reine Geschmackssache. Doch ob die Pflanze blüht oder nicht, hängt von der richtigen Pflege und von den Maßnahmen beim Überwintern ab.

Hortensien sind mehrjährige Pflanzen, die bei wildem Wuchs eine stattliche Größe erreichen und strauchförmig gedeihen. Anstatt die Pflanze zu stutzen und damit Blütentriebe zu verletzen, sollte man einen ausreichend großen Kübel und einen optimalen Standort wählen. Wer nur verwelkte Blüten kappt und sonst auf einen Rückschnitt verzichtet, hat besonders viel Freude an seiner Pflanze und kann sich sicher sein, dass auch im kommenden Frühjahr ein Blütentraum aus dem Winterschlaf erwacht.

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